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Grußbotschaft von Papst Benedikt XVI. zum Tag der Heimat 2008

am 6. September 2008 im Internationalen Congress Centrum in Berlin

An die Teilnehmer am Tag der Heimat 2008, Berlin

Papst Benedikt XVI. hat davon Kenntnis erhalten, dass der Bund der Vertriebenen am 6. September in Berlin den diesjährigen "Tag der Heimat" begeht, und versichert alle Teilnehmer seines Gebets. Das gewählte Thema "Erinnern und Verstehen" ist von grundsätzlicher Art, stellt doch die Erinnerung eines der wesentlichen Merkmale des Menschseins dar. Sie ist das Band, welches Generationen miteinander verbindet und welches das Vergangene im Heute lebendig hält. Erinnern hilft zu verstehen; denn nur wenn wir etwas gegenwärtig haben, können wir es auch erfassen.

In allen Religionen kommt der Erinnerung eine grundlegende Bedeutung zu, lebt doch jede Religion davon, wie sie das Glaubenserbe der Väter zu bewahren und weiterzugeben vermag. Als Christen sind wir uns dessen bewusst, dass wir dazu stets der Hilfe Gottes bedürfen. Darum bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns das Erlösungswerk Christi vergegenwärtige und die Gläubigen zu einer Gemeinschaft führe, in der wahrer Frieden und echte Einheit herrschen. Diese Gemeinschaft überschreitet Ländergrenzen und verbindet verschiedene Sprachen und Kulturen.

Möge der Heilige Geist uns auch zeigen, dass wir gemeinsam zu einer ewigen Heimat unterwegs sind, in der uns die Fülle des Lebens und der Gemeinschaft erwartet. Mit dem Gebet um die Führung des Heiligen Geistes erbittet seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. allen Teilnehmern am "Tag der Heimat" Gottes beständigen Schutz und seinen reichen Segen.

+ Erzbischof Fernando Filoni
Substitut des Staatssekretariats